top of page
Perspektiven


Wie verbessert didaktische Reduktion den Lernerfolg in der Berufsbildung?
Didaktische Reduktion kann wesentlich dazu beitragen, ob Lernen wirksam wird oder ob Inhalte trotz grossem Aufwand ihre Wirkung verlieren. Gerade in der Berufsbildung zeigt sich immer wieder: Mehr Inhalt bedeutet nicht automatisch mehr Lernerfolg. Viele verbinden Qualität mit Umfang. Mehr Seiten, mehr Theorie, mehr Fachbegriffe. In der Praxis erhöht diese Überladung jedoch häufig das Risiko, dass Lernende den Überblick verlieren, wichtige Zusammenhänge nicht mehr erkennen und
Remo Zürcher
5 Min. Lesezeit


Wie führen Sie Lernende ruhig, klar und professionell?
Emotionen gehören zum Ausbildungsalltag. Gerade dann, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, Fehler passieren oder Abmachungen nicht eingehalten werden, entstehen schnell Reaktionen aus dem Moment heraus. Wer Lernende führen will, steht dabei immer wieder vor der Herausforderung, in solchen Situationen ruhig und klar zu bleiben. Entscheidend ist nicht, dass Emotionen entstehen, sondern wie damit umgegangen wird. Im Alltag ist immer wieder zu beobachten, dass Lernende lautstar
Remo Zürcher
3 Min. Lesezeit


Wie gehen Berufsbildende und Kursleitende professionell mit Störungen im Ausbildungsalltag um?
Solche Situationen gehören zum Alltag in der Berufsbildung: Die Aufmerksamkeit lässt nach, Nebengespräche entstehen oder einzelne steigen gedanklich aus. Der Impuls, einfach weiterzumachen, ist nachvollziehbar. Gleichzeitig bleibt die Wirkung bestehen und beeinflusst den weiteren Verlauf. Störungen im Ausbildungsalltag verschwinden nicht, wenn sie ignoriert werden. Sie wirken weiter auf die Konzentration, auf die Zusammenarbeit und auf die Verbindlichkeit innerhalb der Gruppe
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Wie beeinflussen Aussagen im Ausbildungsalltag die Entwicklung von Lernenden wirklich?
Sprache im Ausbildungsalltag beeinflusst die Entwicklung von Lernenden direkt, weil sie bestimmt, wie Feedback verstanden wird, wie sich Lernende selbst einschätzen und wie sicher sie im Arbeitsprozess handeln. Sie wirkt nicht nur auf das Verständnis von Aufgaben, sondern auch auf Motivation, Lernbereitschaft und den Umgang mit Fehlern. Gerade in der beruflichen Grundbildung, in der vieles neu ist, orientieren sich Lernende stark an Rückmeldungen aus ihrem Umfeld. Einzelne Fo
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Woran erkennen Berufsbildende eine innere Kündigung bei Lernenden und wie lässt sich frühzeitig wirksam handeln?
Eine innere Distanz zur Ausbildung entsteht selten plötzlich. Sie entwickelt sich schrittweise und bleibt im Alltag oft lange unbemerkt. Die lernende Person ist weiterhin im Betrieb präsent, erfüllt grundlegende Aufgaben und fällt nicht unmittelbar negativ auf. Gleichzeitig hat sich die Verbindung zur Ausbildung bereits verändert. Genau darin liegt die Schwierigkeit. Eine innere Kündigung löst sich in der Regel nicht von selbst. Sie wird entweder aufgegriffen oder setzt sich
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Was tun Berufsbildende, wenn Lernende in der Ausbildung immer wieder zu spät kommen?
Dass Lernende in der Ausbildung immer wieder zu spät kommen, gehört für viele Berufsbildende zum Alltag. Es beginnt oft schleichend. Zuerst sind es einzelne Minuten, dann häufen sich kleine Verspätungen, später folgen Tage, an denen der Arbeitsbeginn sichtbar nicht eingehalten wird. Das Thema wird angesprochen, meist ruhig und sachlich. Für kurze Zeit funktioniert es, danach zeigt sich wieder das gleiche Muster. Genau hier liegt die Herausforderung. Wenn Lernende in der Ausbi
Remo Zürcher
5 Min. Lesezeit


Wie gestalten Berufsbildende eine Fehlerkultur in der Ausbildung, die Lernen fördert und gleichzeitig Qualität sichert?
Eine konstruktive Fehlerkultur in der Ausbildung bedeutet, Fehler nicht einfach zu vermeiden oder zu akzeptieren, sondern sie richtig einzuordnen. Genau darin liegt der Unterschied: Sie werden Teil des Lernprozesses, ohne dass die Qualität im Betrieb darunter leidet. Im Ausbildungsalltag entsteht dabei ein Spannungsfeld, das viele kennen. Lernende sollen selbstständig arbeiten und gleichzeitig möglichst fehlerfrei handeln. Dieser Anspruch ist nachvollziehbar, führt in der Pra
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Transkulturelle Kompetenz im Arbeitsalltag: Wenn Verständigung nicht selbstverständlich ist
In vielen Ausbildungsbetrieben arbeiten Lernende und Fachpersonen mit unterschiedlichen sprachlichen, kulturellen und beruflichen Prägungen zusammen. Diese Vielfalt gehört heute selbstverständlich zum Arbeitsalltag. Sie zeigt sich nicht nur in der Sprache, sondern auch darin, wie Anweisungen interpretiert werden oder wie Menschen mit Zeit, Verantwortung, Feedback oder Unsicherheit umgehen. Herausfordernd wird es dort, wo Verständigung stillschweigend vorausgesetzt wird. Eine
Remo Zürcher
3 Min. Lesezeit


Verständliche Sprache im Ausbildungsalltag: Warum klare Kommunikation Chancen eröffnet
Der Mann, der den Hund, der die Katze, die die Maus, die den Käse gestohlen hatte, jagte, beobachtete, lief davon. Selbst für viele Muttersprachige ist dieser Satz nur mit Mühe zu erfassen. Der Grund liegt in der verschachtelten Struktur. Mehrere Nebensätze bauen aufeinander auf und erschweren das Verständnis. Dabei lässt sich derselbe Inhalt deutlich klarer formulieren: Der Mann lief davon. Zuvor hatte er beobachtet, wie ein Hund eine Katze jagte. Die Katze jagte eine Maus,
Remo Zürcher
3 Min. Lesezeit


Flüchtigkeitsfehler in der Ausbildung: Warum Aufmerksamkeit im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle spielt
Eine lernende Person misst die elektrische Spannung an einer Anlage. Der Ablauf stimmt, die Sicherheitsregeln werden eingehalten und das Messgerät ist korrekt angeschlossen. Beim Ablesen der Anzeige erscheint jedoch kein sinnvoller Messwert. Erst ein kurzer Kontrollblick zeigt die Ursache: Der Messbereich ist auf Gleichspannung eingestellt, obwohl Wechselspannung gemessen werden sollte. Unter diesen Bedingungen kann das Messgerät kein verwertbares Resultat liefern. Das Fachwi
Remo Zürcher
3 Min. Lesezeit


Eigenverantwortung in der Berufslehre: Was Lernende von der antiken Philosophie lernen können
In der Berufslehre wird Erfolg häufig mit Talent, Motivation oder fachlichen Fähigkeiten verbunden. Diese Faktoren spielen zweifellos eine wichtige Rolle. Gleichzeitig zeigt sich im Ausbildungsalltag immer wieder, dass eine andere Fähigkeit langfristig ebenso entscheidend sein kann: die Fähigkeit, den eigenen Fokus bewusst zu steuern. Gerade in anspruchsvollen Situationen wird sichtbar, wie Lernende mit Herausforderungen umgehen. Rückmeldungen fallen kritischer aus als erwart
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Design Thinking in der Berufsbildung: Warum Lernende lernen sollten, Prozesse zu verbessern
Viele Lernende lernen im Betrieb sehr gut, wie eine Aufgabe ausgeführt wird. Deutlich seltener lernen sie jedoch, wie ein Prozess verbessert werden könnte. Genau hier liegt eine oft unterschätzte Chance der Berufsbildung. Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Digitalisierung, künstliche Intelligenz und neue Geschäftsmodelle verändern Abläufe in fast allen Branchen. In dieser Umgebung gewinnen Fähigkeiten an Bedeutung, die über reine Fachkompetenz hinausgehen: Probleme erkenn
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Proaktivität in der Ausbildung: Warum Eigeninitiative im Lernprozess wichtig ist
Im Ausbildungsalltag wird von Lernenden häufig erwartet, dass sie proaktiv handeln. Gleichzeitig wird jedoch nur selten erklärt, was damit konkret gemeint ist. Der Begriff taucht zwar regelmässig in Gesprächen, Beurteilungen oder Rückmeldungen auf, bleibt für viele jedoch eher abstrakt. Dabei beschreibt Proaktivität eine sehr konkrete Haltung im Umgang mit Lernen und Verantwortung. Proaktiv zu handeln bedeutet, den eigenen Lernprozess aktiv mitzugestalten und Verantwortung da
Remo Zürcher
3 Min. Lesezeit


Die Rolle der Berufsbildenden: Balance zwischen Produktivität und Ausbildung
Die betriebliche Berufsbildung gilt als eine der grossen Stärken des Schweizer Bildungssystems. Sie verbindet praktisches Arbeiten mit systematischem Lernen und ermöglicht jungen Menschen einen direkten Einstieg in die Arbeitswelt. Weniger sichtbar ist jedoch ein zentraler Erfolgsfaktor dieses Modells: die Rolle der Berufsbildenden im Betrieb. Berufsbildende begleiten Lernende im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt. Sie vermitteln nicht nur fachliche Fähigkeiten, sonde
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Lernendenbegleitung im Lehrbetrieb: Erfahrungen aus der Praxis
Die berufliche Grundbildung lebt von Menschen, die ihr Wissen weitergeben und junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleiten. Wer im Lehrbetrieb über längere Zeit Verantwortung für die Lernendenbegleitung übernimmt, stellt früher oder später fest: Fachwissen allein entscheidet nicht über den Erfolg einer Ausbildung. Fachliche Kompetenz ist selbstverständlich eine wichtige Grundlage. Im Alltag der Berufsbildung zeigt sich jedoch schnell, dass andere Faktoren mindest
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Sprachförderung in der Ausbildung: Warum korrektes Deutsch wichtiger ist als verkürzte Sätze
Sprache spielt in der beruflichen Grundbildung eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht Verständnis, Zusammenarbeit und Lernen im Arbeitsalltag. Besonders in Betrieben, in denen Lernende unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen mitbringen, stellt sich eine wichtige Frage: Wie kann Kommunikation so gestaltet werden, dass sie verständlich bleibt und gleichzeitig beim Lernen der Sprache unterstützt? Im Alltag zeigt sich häufig eine gut gemeinte Strategie. Um Menschen mit geringer
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Geschlechtliche Identität im Berufsalltag: Wenn persönliche Entwicklung sichtbar wird
Die Berufslehre ist für viele junge Menschen eine prägende Lebensphase. Neben dem Erwerb fachlicher Fähigkeiten entwickeln sich auch persönliche Perspektiven, Werte und Selbstbilder weiter. Diese Phase der Entwicklung kann verschiedene Bereiche des Lebens betreffen, darunter auch Fragen der eigenen geschlechtlichen Identität. In meiner beruflichen Tätigkeit bin ich einzelnen Situationen begegnet, in denen Lernende während ihrer Ausbildung in Bezug auf ihre geschlechtliche Ide
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Warum wird jede junge Generation kritisiert und was steckt wirklich hinter dieser Kritik?
Die Aussage «Die Jugend ist faul» gehört zu den erstaunlich langlebigen Narrativen unserer Gesellschaft. In regelmässigen Abständen taucht sie in neuen Varianten auf. Mal geht es um fehlenden Respekt, mal um mangelnde Leistungsbereitschaft oder um angeblich sinkende Belastbarkeit. Aktuell richtet sich ein Teil dieser Kritik gegen die sogenannte Generation Z. Einzelne Unternehmen diskutieren öffentlich darüber, Bewerbungen jüngerer Jahrgänge gar nicht mehr zu berücksichtigen.
Remo Zürcher
5 Min. Lesezeit


Erklärvideos im Lehrbetrieb: Wissen verständlich weitergeben
Jugendliche wachsen heute selbstverständlich mit Videos auf. Tutorials, kurze Clips und visuelle Inhalte gehören für viele zum Alltag. Plattformen wie YouTube oder Lernvideos in sozialen Medien prägen zunehmend, wie Informationen aufgenommen und verarbeitet werden. Bewegtbild ist für viele Menschen zu einem natürlichen Zugang zu Wissen geworden. Diese Entwicklung bietet auch für die berufliche Ausbildung neue Möglichkeiten. Kurze Videoanleitungen können helfen, komplexe Arbei
Remo Zürcher
4 Min. Lesezeit


Vernetztes Denken und Handeln in der Ausbildung: Zusammenhänge verstehen statt nur Aufträge ausführen
Im Arbeits und Ausbildungsalltag genügt es nicht, Aufgaben lediglich korrekt auszuführen. Entscheidend ist, Zusammenhänge zu verstehen und das eigene Handeln im Kontext eines gesamten Arbeitsprozesses einordnen zu können. Genau hier zeigt sich eine Fähigkeit, die in der beruflichen Grundbildung eine zentrale Rolle spielt: vernetztes Denken und Handeln. Gemeint ist die Fähigkeit, Wissen miteinander zu verbinden, Abläufe im Zusammenhang zu betrachten und Auswirkungen des eigene
Remo Zürcher
3 Min. Lesezeit
bottom of page